Kurzurlaub auf Rügen – Königsstuhl

So, kommen wir jetzt zu unserem zweiten Tag auf Rügen. Weil das Wetter einfach fantastulös ist, steht der Königsstuhl auf unserem Plan.

Wir starten in den Tag mit einem geht so Frühstück, setzen uns mal wieder ins Auto und düsen nach Hagen.
Der Weg erinnert uns etwas an England. Enge, kurvige und hügelige Straßen durch kleine Ortschaften und größere Wälder.
171001 Rügen Königsstuhl (3)Angekommen auf dem Parkplatz in Hagen entscheiden wir uns für den langen Weg (fast 7km) durch den Nationalpark Jasmund, der uns zu dem Königsstuhl bringen soll. Was soll ich sagen? Wir brauchen ewig! Und das liegt an mir. Überall finde ich einen Pilz der ein Foto wert ist, eine Buchecker die gegessen werden will und ein Geräusch, bei dem es sich lohnt zuzuhören.
Buchenwälder sind halt einfach toll. Es wirkt beinahe so, als würde man durch eine riesige Halle gehen. Die Stämme die Säulen, die Blätter das Dach.171001 Rügen Königsstuhl (4)

Selten verirrt sich ein Sonnenstrahl auf den Boden und so ist kein Dickicht zu finden. Nur Moos, hier und da mal Gräser, Unmengen an Laub, gefallene Äste oder Stämme und natürlich Pilze. Überall Pilze. Groß, klein, mit Kappe oder irgendwie unförmig, stattlich und filigran…

Dieser Wald hat auf alle Fälle schon einiges erlebt. Schon im 8. Jahrhundert wurde hier die Herthaburg besiedelt, auf der die germanische Göttin Hertha gewohnt haben soll.

171001 Rügen Königsstuhl (5)Im See, am Fuß der Wallburg, soll Hertha gebadet haben. Die anwesenden Diener wurden übrigens umgebracht, um nichts von der Badezeremonie erzählen zu können.

Bei unserem Spaziergang finden wir außerdem einen Opferstein, der wohl zum Ende des 18. Jahrhunderts entstand und ein Pfenniggrab.

Aber dann, dann haben wir unser Ziel erreicht und sind beim Königsstuhl. Wir zahlen 8,50€ pro Person Eintritt und besichtigen erstmal den Kreidefelsen.

171001 Rügen Königsstuhl (6).JPG

 

Das ist übrigens die Victoria-Sicht, zu ehren der Kronprinzessin Victoria. Hübsch oder?
Wir saßen eine Weile oben auf der Aussichtsplattform und genossen den Blick auf das Meer. Es war so diesig, dass man den Horizont nicht erkennen konnte. Das Meer wurde zu einer wabernden, nebeligen Masse, die schlussendlich zum Himmel wurde. Total schön!

Dann besichtigten wir das Nationalparkzentrum. Hier bekamen wir in einer Erlebnisausstellung einen tiefen Einblick in den Nationalpark, den Buchenwald, der Vegetation und noch viel mehr.

Wer nicht  mehr gut zu Fuß ist, der kann auch mit einem Bus direkt zum Nationalparkzentrum fahren. Wir empfehlen aber zu laufen. Es ist wirklich schön. Die kurze Strecke, mit ca. 3km und breiten Wegen lässt sich im Zweifel auf mit dem Kinderwagen zurücklegen.

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